Warum Papagena.Care?

Wofür steht der Name und was ist eigentlich das Anliegen dieser Website?

Warum diese Website? Es war ein langes Ringen mit mir selbst, mit verschiedenen Hindernissen und Ängsten. Doch am Ende stand die Überzeugung, dass es wichtig ist über meine Gedanken und Erfahrungen zu schreiben.

Alles began als sich vor einigen Jahren einer meiner engsten Freundinnen nach mehrfacher Ankündigung und langer Leidensphase suizidierte. Hätte das verhindert werden können? Hätte ich das verhindern können? Was hätte passieren müssen, um sie aufzuhalten? Fragen die wahrscheinlich an jeder*jedem, der*die das in seinem näheren Umfeld erlebt hat, nagen.

Plötzlich war das Thema Suizid überall. Alle in meinem Umfeld redeten darüber. Vieles was ich da hörte, waren Dinge, die ich schwierig fand . Vieles davon waren Aussagen, die man umgangsprachlich oft als „gefährliches Halbwissen“ labeln würde. Mir wurde bewusst, wie wenig „normale“ Menschen über psychische Gesundheit – geschweige denn Suizid und Suizidgedanken – wissen. Mir wurde bewusst, wie wichtig Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu dem Thema ist.

Als ich dann endlich bereit war darüber zu schreiben, wurde mein Artikel abgelehnt. Und das ohne, dass die Blogredaktion den Artikel überhaupt zugesendet hatte. Einfach weil das Thema ihnen zu „heikel“ war. „Das trauen wir uns einfach nicht zu“ – war die Antwort.

Gut, dachte ich mir, dann halt nicht. Und suchte nach weiteren Lösungen, um meine Stimme Gehör zu verschaffen. So entstand die Idee für diese Website.

Der Name Papagena.Care leitet sich von dem Papageno-Effekt ab, der besagt, dass eine achtsame Thematisierung von Suizid, Menschen davon abhalten kann sich etwas anzutun. Meine feministische Seite in mir hatte aber ziemliche Widerstände die Website nach einem Mann – wenn auch einem fikiven – zu benennen. Deswegen wandelte ich den Namen ganz pragmatisch zu Papagena um.

Ich bin davon überzeugt, dass es keine Lösung ist, das Thema Suizid(gedanken) totzuschweigen, sondern ganz im Gegenteil, dass wir viel, viel mehr darüber reden müssen, um betroffene Personen aus ihrer gefühlten und oft auch sehr realen Isolation zu holen. Wir müssen lernen, psychische Gesundheit so ernst zu nehmen wie körperliche Erkrankungen und damit auch viel mehr Präventionsarbeit etablieren.

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